WO WIR ARBEITEN - SIMBABWE!

WIR SCHAFFEN BILDUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR MÄDCHEN IN SIMBABWE

Um Plans Arbeit besser kennen zu lernen und um ein Gefühl für die Situation der Menschen vor Ort zu gewinnen, ist Toni 2014 nach Burkina Faso, West Afrika, und 2015 nach Simbabwe gereist.

Momentan arbeitet die Foundation speziell an einem Programm für Mädchen in Simbabwe, unter Anderem weil in Simbabwe die Regierung aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise immer weniger in den Ausbau der schulischen Infrastruktur investiert. Es fehlt an Räumlichkeiten für den Unterricht und der Schulweg ist lang und gefährlich, besonders für Mädchen. Aus Angst vor Übergriffen bleiben sie deshalb der Schule häufig fern. Hinzu kommt, dass die Mädchen, die tatsächlich zur Schule gehen, oftmals frühzeitig abbrechen, weil sie entweder sehr jung heiraten (müssen) oder schwanger werden. Es kommt erschwerend hinzu, dass in Simbabwe die Einstellung herrscht, Bildung sei für Mädchen ein Privileg, kein Grundrecht.

Die Bemühungen in Simbabwe richten sich daher darauf, Mädchen die Möglichkeit zum Schulbesuch zu erleichtern und ihnen ein Recht auf Lernen zu sichern. Die Region, die momentan im Fokus steht, nennt sich Chipinge.

Toni hat Chipinge 2015 mit Plan International besucht und daraufhin zusammen mit Plan das Projekt entwickelt, das jetzt exklusiv durch die Toni Garrn Foundation finanziert wird. Ziel des Projektes ist es, die außergewöhnlichen Schwierigkeiten, die die Mädchen haben, überhaupt zur Schule zu kommen und dort zu bleiben, zu eliminieren. Darum wird der Bau von einem Mädchenwohnheim finanziert: ein sicherer Ort, wo die Mädchen schlafen und sich frei bewegen können. Außerdem werden sichere, geschlechtergetrennte Toiletten und neue Klassenzimmer für die Mädchen gebaut. Und um tiefgreifende langfristige Veränderung zu bewirken, gibt es Veranstaltungen zu den Themen Gleichberechtigung und Kindesschutz für die Eltern, Lehrer und die Gemeinde. Die Nachricht, wie wichtig Bildung für die Mädchen ist und was sie für einen Unterschied macht, an alle zu vermitteln, die in den Leben der Mädchen eine Rolle spielen, ist extrem wichtig und zentraler Bestandteil für die Sicherung ihrer Menschenrechte. Insgesamt profitieren mehr als 2.300 Mädchen und Jungen an sechs Schulen von unseren Maßnahmen.

WOHIN GEHT DAS GELD, DAS ICH SPENDE?

SPENDEN FÜR UNSER PROJEKT GEHEN DIREKT AN DIE MÄDCHEN UND VERBESSERN IHRE LEBEN GANZ KONKRET AUF FOLGENDE ARTEN:

  • Bau von Mädchenwohnheimen: Verringern wir die physische Distanz und Hindernisse, die zwischen den Mädchen und ihren Schulen stehen!
  • Bau von geschlechtergetrennten Toiletten: Ermöglichen wir den Schulbesuch, auch wenn die Mädchen ihre Periode haben!
  • Verstärkte Aufklärung der Gemeinden und ihren Ältesten, insbesondere über Geschlechtergleichberechtigung: Schaffen wir eine sichere und altersgetreue Lernumgebung innerhalb UND außerhalb des Klassenzimmers!

WAS BISHER PASSIERT IST:

Fertigstellung des Mädchenwohnheims an der Rimbi-Sekundarschule und Einzug von 20 Schülerinnen:

Mit Unterstützung der Gemeinde konnte das Mädchenwohnheim an der Rimbi-Sekundarschule wie geplant fertiggestellt werden – die Mädchen haben es nach der Stifterin „Toni Garrn Girls‘ Hostel“ genannt. Zusätzlich zu den sieben Schlafsälen besitzt das Gebäude auch einen Raum zum gemeinsamen Lernen. Außerdem gibt es eine Küche sowie angrenzend an das Hauptgebäude Waschräume und Toiletten. Um die laufenden Kosten möglichst gering zu halten, wurden Solarzellen installiert, die Strom für die Beleuchtung liefern. 20 Schülerinnen, die zuvor besonders lange und abgeschiedene Schulwege zurücklegen mussten und dadurch besonders gefährdet waren, konnten bereits in das Mädchenwohnheim einziehen.


Bau von zwei Klassenzimmern sowie eines Toilettenhauses und eines Waschraums für Mädchen an der Chisuma-Sekundarschule:

An der Chisuma-Sekundarschule konnten wir im zweiten Projekthalbjahr die Sanitärsituation für Mädchen wesentlich verbessern. Ein Toilettenhaus mit fünf Toiletten und ein Waschraum speziell für Mädchen wurden fertiggestellt. Die Mädchen haben nun mehr Privatsphäre für die persönliche Hygiene und der Anteil an Schülerinnen, die während ihrer Menstruation zu Hause bleiben, ist bereits zurückgegangen. Die neuen Sanitäranlagen wurden von den Mädchen mit großer Begeisterung aufgenommen.

Auch der Bau von zwei neuen Klassenzimmern an der Chisuma-Sekundarschule wurde inzwischen fertiggestellt. Gemeindemitglieder unterstützten die Baumaßnahmen sowohl durch ihre Arbeitskraft als auch durch die Beschaffung von Baumaterial. 60 Schülerinnen und Schüler nutzen bereits die neuen Klassenzimmer. Die Lernsituation für die Mädchen und Jungen konnte dadurch deutlich verbessert werden.

Toni Garrn Foundation Zimbabwe Project